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kaisers weiser mohikaner
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Ich Bin der Letz.Mohikaner (Audio CD) joachim kaiser ist sicherlich über viele zweifel an seiner wertschätzung erhaben, besonders über juvenil sich anheischig machende aktualitäts-kritik. all die vielen frischen 'säue', die heutzutage durch die events gejagt werden, beschäftigen ihn offenbar weniger als die beständigen, die halbwert-zeit überdauernden qualitäten sich entwickelnder künstler, sich formender kunst. und von (grosser) kunst ist hier die rede als qualitätsmass-stab. dies verweist einen dann immer wieder auf einige -s wenige -s, meist längst vergangene -s, aber reproduzierbar-aktuelle -s der tönenden musikgeschichte(n) - der technologie sei dank!
das eigentlich schöne und wertvolle dieser auswahl eines ' weisen mohikaners ' ist die schwer fassbare, unveräusserliche gewissheit der lebendig-lang erfahrenen rückschau, die wertschätzung einiger für kaiser besonderer interpreten wie die ludwig, bernstein, arrau. man muss damit ja nicht gleichermassen übereinstimmen. weniger arrau und dafür argerich, pollini, richter, weniger karajan und dafür schuricht, c.kleiber, abbado, die juilliards und und und wären auch mir lieber gewesen, aber was heisst das schon?
dafür werden so unverzichtbare aufnahmen wie michelangelis chopin marzurken, brahms klarinettenquintett von leister und den amadei, sowie kempffs lichte intermezzi, guldas klarer beethoven, rubinstein, schnabel, bernsteins mahler und rosenkavalier, die grossartigen mozart-opern figaro und cosi unter e.kleiber und karajan, furtwängler mit schuberts grosser c-dur sinfonie u.a.m. genannt.
natürlich kann mann all dies aus heutiger sicht, aktueller und technisch moderner präsentiert erhalten, ob aber auch so vielsagend, so differenziert durchformuliert und ausgehört? ich möchte dies doch grossenteils bezweifeln. man erinnere das schöne bonmot von zwei musikfreunden, die sich ihre umfangreichen schallplatten-sammlungen präsentieren. sagt der eine zum andren: sie haben zwar die richtigen platten, aber die falschen interpreten ... - solche bösartigkeit zur auswahl kaisers wäre schnöde unangebracht.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 17. März 2009 |